Pfarre Aschbach
Lage:
Aschbach liegt an der Westbahn und an der Bundesstraße zwischen Amstetten und
Seitenstetten und ist erreichbar über die Autobahn von Wien (Abfahrt Amstetten-West) und von Linz (Abfahrt Oed).
Größe:
ca. 3.500 Einwohner
Geschichtlicher Überblick:
Das "würdige Gotshaus
zu Aspach", wie unsere Pfarrkirche in vielen vorwiegend im Stiftsarchiv
Seitenstetten aufbewahrten Urkunden und Dokumenten genannt wird, ist eines der
ältesten Gotteshäuser nicht nur des Mostviertels, sondern des gesamten von Rom
aus christianisierten mitteleuropäischen Raumes östlich von Elbe und Enns. Aschbach
geht als Pfarrort in die Karolingerzeit zurück. Das Pfarrgebiet erstreckte sich
damals von der Donau bis zum Hochkar. Diese riesige Mutterpfarre wurde 1116
von Bischof Ulrich von Passau dem Benediktinerstift Seitenstetten geschenkt.
Ein Hinweis auf den frühmittelalterlichen Ursprung ist auch das Patrozinium
des Hl. Martin von Tours, wurden doch Martinskirchen praktisch ausschließlich
auf karolingischen Königsgütern errichtet. Über die mittelalterlichen Kirchenbauten
wissen wir sehr wenig. Sicher ist nur, dass die älteste Aschbacher Kirche eine
Holzkirche war.
Kirchenausstattung:
Der heutige Kirchenbau ist eine
spätgotische Hallenkirche, die in mehreren Bauphasen im 15. und beginnenden
16. Jahrhundert errichtet wurde. Während die Kreuz- und Sternrippengewölbe des
Mittel- und nördlichen Seitenschiffes die klassische Form spätgotischer Rippengewölbe
vertreten, gehören die verspielteren S-förmigen Rippen des südlichen Seitenschiffes
und des Presbyteriums einer späteren Bauepoche an.
Wenden wir nun unseren Blick
nach vorne, so fällt uns sofort der mächtige Hochaltar auf, ein neugotischer
Schnitzaltar, den der aus dem Südtiroler Schnalstal stammende und in Schwaz
in Tirol ansässige Bildhauer und Altarbauer Clemens Raffeiner nach einem Entwurf
des Franziskanerpaters Johannes Maria Reiter 1897 geschaffen hat. Der Hochaltar
zeigt den typischen Aufbau eines neugotischen Altars mit drei Relieftafeln flankiert
von den Figuren der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Darüber befindet sich
das sogenannte Gesprenge mit drei Heiligenfiguren, nämlich dem Kirchenpatron
Martin, flankiert vom Hl. Leopold links und dem Hl. Josef rechts. Das Mittelrelief
zeigt die Kreuzigung Jesu, die beiden Seitentafeln zeigen rechts den Tod und
links die Krönung des Hl. Martin mit der Krone des Himmels.
Die Zugehörigkeit
unserer Pfarre zum Benediktinerkloster Seitenstetten dokumentieren die Szenen
aus dem Leben des Hl. Benedikt an den drei Figuralfenstern im Presbyterium.
Zur neugotischen Einrichtung gehörte auch die von Ferdinand Stuflesser aus St.
Ulrich im Grödnertal 1907 geschaffene Kanzel, die im Zuge der jüngsten
Renovierung 1995 als Reliefbild - Christus und die vier Evangelisten darstellend -
an der linken Presbyteriumswand angebracht wurde. Gegenüber ist die Statue der
Hl. Elisabeth von Thüringen zu sehen.
Im nördlichen Seitenschiff fällt der lebensgroße
Kruzifixus auf, dessen Alter umstritten ist. Erwähnenswert ist auch das
steinerne spätgotische Taufbecken und das teilweise vergoldete schmiedeeiserne
Oratoriumsgitter aus dem Jahr 1753. Die Orgel wurde 1757-59 vom Aschbacher Orgelbaumeister
Philipp Dorninger errichtet und 1982 in dem renovierten barocken Gehäuse erneuert.
Die Kreuzwegbilder wurden 1906 von der königlichen Hofkunstanstalt in
München angefertigt. Zu den wertvollsten Einrichtungsgegenständen gehört zweifellos
die spätgotische Madonna mit Kind am rechten vorderen Pfeiler. Symmetrisch dazu
ist eine Statue des "Guten Hirten" angebracht. Diese ist ebenso der
neugotischen Epoche zugehörig wie der Hl. Franziskus (links hinten) und der
Hl. Josef (rechts hinten). Im Mittelschrein des Marienaltars befindet
sich eine Lourdesstatue, flankiert vom Hl. Evangelisten Johannes und vom Hl.
Aloisius. Das Figuralfenster hinter dem Marienaltar zeigt die Verkündigung durch
den Engel Gabriel an Maria.
Gottesdienstzeiten:
Hl. Messen: Samstag: 19:00 Uhr (Vorabend)
Sonntag: 8:00 u. 10:00 Uhr (Juli - August: 9:00 Uhr)
Dienstag u. Freitag: 19:00 Uhr
Donnerstag: 8:00 Uhr
Rosenkranz: Freitag: 18:30 Uhr
Eucharistische Anbetung: 1. Mittwoch im Monat: 8:00 - 8:30 Uhr
Pfarrkanzlei:
Dienstag, Donnerstag und Samstag: 9:00 - 10:00 Uhr
Tel.: 07476/76500 - Fax: DW 4
Mobil: 0676/826633024
E-mail: pfarramt-aschbach@gmx.at